AJABU
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AJABU – Das Vermächtnis der Ahnen

Im Computerspiel "AJABU" machen Kinder eine abenteuerliche Reise nach Afrika. Dabei lernen sie spielerisch globale Zusammenhänge und deren Auswirkungen im eigenen Alltag kennen.

Es geschieht selten, dass sich ein Computerspiel dem komplexen Themenfeld der Bildung für nachhaltige Entwicklung annimmt. "AJABU" stellt durch Inhalt und Umsetzung eine bemerkenswerte Ausnahme dar. "AJABU" bietet einen spielerischen Zugang zu einer Fülle an Nachhaltigkeitsthemen. Durch knifflige Aufgaben, großen Detailreichtum und einen durchdachten Spannungsbogen werden viele komplexe Themen unterhaltsam und verständlich vermittelt.

Alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sind in größerem Umfang und vor allem in verknüpfter Form gegeben. Es geht um: Landgrabbing, Tourismus/Ökotourismus, Ressourcen-Raubbau, Stellung indigener Völker, Biodiversität, prekäre Arbeitsbedingungen, erneuerbare Energien, Globalisierungsprozesse, Korruption und viele Themen mehr.
Dabei wird der Bogen von einer globalen Betrachtung zur alltagsweltlichen Bedeutung der Themen gespannt. Die globalen Auswirkungen der eigenen Handlungen wird sehr gut verdeutlicht. Das Spiel lässt sich viel Zeit, Detailwissen anschaulich und erlebbar zu vermitteln.

Die Meinung der Kinder (vor dem PC und im Spiel) wird ernst genommen. Die Helden des Spiels, Sam Knight und Phoebe Mayflower, sind durch ihr Interesse, ihre Aufgeschlossenheit und ihre Handlungsbereitschaft Vorbilder, die für Kinder inspirierend wirken. Obwohl Erwachsene den Eindruck haben können, dass Zusammenhänge "schwarz/weiß" dargestellt werden, bricht das Spiel gängige Klischees auch schnell wieder auf: gegenüber "Afrika" im Allgemeinen und afrikanischen Kulturen im Speziellen, indigener Bevölkerungen oder machtvollen (Regierungs-)Eliten.

In einer Welt, die sich zunehmend weniger traut, Recht und Unrecht klar auseinander zu halten oder auch nur zu benennen, dient eine klare Gegenüberstellung von Gut und Böse der Entwicklung von Wertmaßstäben von Kindern. Allerdings merken Spieler schnell, dass selbst der Bösewicht im Spiel nicht nur "böse" ist, sondern zuweilen vernünftigen Regeln folgt, wenn sie ihm dienlich sind. Solche Stellen bieten Anlässe für weiterführende Diskussionen zwischen Eltern und Kindern oder Lehrern und Schülern.

Nicht nur inhaltlich, auch ästhetisch ist "AJABU" gut gelungen und bietet mit seinem durchgängigen 2D-"Retro-Look" einen gewissen Charme. Vertonung, Musik, Begleitmaterialien und Bedienung machen "AJABU" zu einem niveauvollen Spielerlebnis, das alleine und gemeinsam Spaß macht.

>> Quelle: Deutsche Unesco-Kommission, Portal "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

 
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